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Tja, was gibt es hier zu schreiben, was die Öffentlichkeit über mich wissen darf und kann? Es ist auch nicht einfach über sich selber zu schreiben. Aber ein Versuch ist es allemal wert!
Geboren wurde ich am 28.2.1968 (Ja einen Tag vor dem Schalltag) in Bad Gandersheim, wenn ich mich recht erinnere war es Aschermittwoch um 9:15 Uhr.

Dies soll allerdings kein Lebenslauf für Arbeitgeber werden, für die mache ich eine eigene Seite, wenn ich denn Arbeit suchen würde.
Also noch mal: Wer bin ich? Wer bin ich? Ich weiß, dass ich hier sitze und in diesen Bildschirm starre. Ich? Ich bin relativ groß, fühle mich manchmal relativ klein. Es fällt mir schwer mich anderen zu widersetzen und auch mal "NEIN" zu sagen. Obwohl ich ja zugeben muss, dass es mir immer häufiger Spaß macht aufrecht durch die volle Innenstadt zu gehen und dabei zu sehen wie die Menschen mir ausweichen. Es reicht schon den Kopf zu heben und die Schultern ein wenig zu straffen.

Ihr werdet sehen, dass es mit meinem Selbstbewusstsein nicht zum aller besten steht und ich auf dem Gebiet noch viel lernen kann und werde. Aber das liegt daran, dass ich eine nicht gerade einfache Kindheit gehabt habe (was auch immer das wieder bedeuten mag) und ich deswegen eine Zeitlang depressiv war.

Ich habe eine Therapie gemacht, auch mit Erfolg wie ich finde und ich ein anderes Leben angefangen habe, in dem ich immer noch stecke. "Ein anderes Leben angefangen" ist eigentlich schon ein eigenartiger Satz, aber irgendwie habe ich mich gehäutet. Mein Leben war wie ein Kinofilm den ich mir angeschaut habe, ich war passiv, konnte nur zuschauen was passiert und nicht in die Handlung eingreifen. Eins ist mir in meiner Therapie klar geworden: Es wird keiner kommen und mich aus dem Sumpf herausziehen, das muss ich schon selber tun. Und jetzt sitze ich hier . . . und LEBE.
In meiner depressiven Zeit hatte ich auch Freunde (Gottseidank), die mir ab und zu einen Tritt in den Hintern gegeben haben. Aber in Bewegung gesetzt habe ich mich erst, als mir klar geworden ist, dass ich mich entscheiden muss: Entweder SELBSTMORD oder LEBEN. Ich habe mich fürs Leben entschieden, habe mir Hilfe gesucht und auch gefunden. Ich denke man muss erst auf die Klappe fallen, damit man aufstehen kann.
Zu der Zeit war ich auch fernsehsüchtig, wenn es dafür ein Wort gibt. Fernsehschauen ohne es mehr unter Kontrolle zu haben, was und wie lange ich gucke, einfach nur um zu betäuben. Ich hatte es versucht den Fernseher in den Keller zu stellen und ihn nur wieder rauf zu hohlen, wenn es wirklich etwas interessantes zu sehen gibt, aber dann ist er doch wieder oben geblieben. Schließlich habe ich ihn verschenkt (auch wenn die GEZ mir nicht so richtig glauben mag).

(Ich beim Fischen, mit einer Freundin)

Es ist auch lustig wie Menschen gucken, wenn man ihnen erzählt, dass man keinen Fernseher hat. Ich habe auch nicht das Gefühl, das mir etwas fehlen würde. Die einzigen Situation in der ich mir jetzt einen Fernseher herbeiwünsche ist, wenn ich so krank im Bett liege, dass ich nicht mehr lesen mag.
Jetzt wo ich das Bild links sehe, fällt mir ein: Mit meinen Haaren ist das auch so eine Sache, ich hasse es zum Frisör zu gehen (mir hat mal einer ins Ohr geschnitten, als ich klein war) und deshalb sind meine Haare entweder lang (wie auf dem Bild) oder relativ kurz.

Als weitere "Besonderheit" in meinem Leben gibt es kein Auto. Ich will versuchen mein Leben ohne eigenes Auto zu gestalten. Ich denke: Zu viele Autos zerstören unsere Lebensräume. Leider ist man in unserem Land (in unserer Gesellschaft) immer wieder auf ein Auto angewiesen (stimmt das? muss mal drüber nachdenken), z.B. habe ich Freunde auf dem Dorf mit drei Kindern (mehr oder weniger freiwillig hingezogen), sie haben es erst ohne Auto versucht und jetzt haben sie 2 Stinkekisten, bin mal gespannt was passiert, wenn die ersten Kinder 18 sind ;-)  Immerhin gibt es jetzt kaum noch Mofas, sie wurden durch die Mounten-Bikes abgelöst (ob das wohl auch geschehen wäre, wenn die Dinger Bergräder heißen würden?).

Was mache ich jetzt? Gerade habe ich meine Ausbildung zum Fachinformatiker abgeschlossen und arbeite in einem kleinen Umweltbüro in Hannover.

Dieses Büro hat leider vor kurzem mehr oder weniger Pleite gemacht, so dass ich mich zu einem großen Schritt entschlossen und die Zelte hinter mir abgebrochen habe. Jetzt sitze ich ganz frisch in Aachen und harre der Dinge die dort kommen mögen. Arbeiten werde ich auch hier in einem Umweltbüro, nur ist es diesmal deutlich Größer. Vielleicht hilft es ja....

(So sehe ich aus, wenn ich mich mal bewerbe)

Ansonsten bin ich viel draußen, lasse meine Drachen steigen, fahre mit dem Rad durch die Gegend, spiele und lese gerne.

Ich muss ja sagen, es ist deutlich einfacher über die Vergangenheit zu schreiben als über die Gegenwart (ist die Gegenwart nicht schon Vergangenheit, wenn ich über sie NACHdenke?).

Copyright © by Hubertus Kolster
06/11/17 9:19